Einladung zu '
Experimental VII: Das Dimensionloch von Thermobyl '
„Werte Senatoren,
wie Ihr alle wißt, haben sich die Dinge in der Provinz Khiareli katastrophal entwickelt. Seit die Via Trellonica unpassierbar wurde, kamen de facto der Handelsverkehr zwischen Telaron und Rethimnon, die Goldförderung am Fluvius Clondicae, und, was am schwersten wiegt, ein Teil des Handels mit Trellonien - ich möchte sagen, fast 40 Prozent! – zum Erliegen. Abgesehen davon, daß die Wirtschaft der halben Provinz kurz vor dem Zusammenbruch steht: diese Zustände sind für ganz Khemara nicht mehr tragbar! Ich brauche Euch wohl nicht auszurechnen, was das uns bereits gekostet hat und in Zukunft noch kosten wird ... Eine Alternative? Die geplante West-Umgehungsroute, welche die alte Handelsstraße ersetzen soll, hat bereits über fünfzigtausend Sesterze verschlungen, in den Sumpf gesetzt, würde ich sagen, da die Bauarbeiten schon wieder einmal ob der weiträumigen Moorgebiete stagnieren.
Wir kommen nicht umhin, uns mit der Ursache des Problems zu befassen, und ich will jetzt Klartext sprechen: es kann nicht sein, daß nur zur Belustigung einiger Magier dieses Ding weiter offen bleibt! Wir müssen endlich alles daransetzen, das Dimensionsloch von Thermobyl zu schließen!“
Alessandro Scippio, im Jahre 3007
„Wie erwartet wurden mit zunehmender Nähe zum thaumatoaktiven Spalt immer größere Mengen an frei fluktuierender arkaner Energie gemessen: von 2,7 Millithaum in 20 Meilen Abstand bishin zu 4,8 Megathaum fünf Meter davor. Allein die gewaltigen Mengen an frei verfügbarer Energie könnten den Ort hochinteressant machen für jeden Magieanwender; selbst an den bekannten astralen Knotenpunkten findet man nicht annähernd soviel davon. Und in der Tat kann man hier wunderbar leicht zaubern, abgesehen von ein paar Nebenwirkungen, die sich leicht mit gewissen Schutzvorrichtungen minimieren lassen.
Allerdings – und das darf ich der Forschergemeinde nicht verschweigen – haben unsere Langzeitbeobachtungen eine besorgniserregende Zunahme der Emissionen gezeigt. Wenn sich die Steigung weiter fortsetzt wie bisher und – was wir nicht wissen, aber eben auch nicht ausschliessen können – auf der anderen Seite dasselbe passiert, dann bestünde die Gefahr, daß in näherer Zukunft die kritische Energiedichte überschritten würde. Aus dem Dimensionstor von Thermobyl würde ein Dunkles Loch, das alle arkane Energie im Umkreis von mindestens 100 Meilen restlos schlucken würde. Ob und wann dieser Fall wirklich eintreten könnte, gilt es schnellstmöglich zu überprüfen ...“
ZWEISTEIN, A. & SARITAKIS, J. (3008): Das Dimensionsloch von Thermobyl. Gefahren und Chancen. - In: SFB-Berichte der Crysaora-Megalogos-Universität zu Kreisheim, Nr. 88.
„Ceterum censeo Porta Thermobylis esse claudendam!”
Carolus Dacato, seit 2991, auf allen Senatssitzungen
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