Einladung zu ' Drosera 4 '



„Zwei Häuser, beide in Ansehen gleich, tragen aus der geistig Ehrenstreit, im alten Land Miratien, wir zu Gast nun sind. Wo Schwarz und Weiß vereint sich gegenüber stehen, im steten Tanz des Geistes und in des ew’gen Wettstreit guter Tradition. Wenn Eintracht und Frieden herrscht zwischen den Häusern, da sich zwei der Duellanten zu Gunsten eines neuen Spiels ewiglich vereinen. Aus dieser überliefert Sitte, entspringt des Landes Glück und Wohlstand, doch auch Kampf oder Verdruss – je nachdem, wer darin die Oberhand behält..."

Seit also Zeuge, wenn, zu Ehren seiner Majestät, von Amante bis Beatlan Que-Alkon und von Arsaki-Xedi bis vor die Tore Dinakus der ew’ge Ruf „Oscullum oscullem et culter culter est“ ertönt und wir im Frieden dieser Tage, auch in des Berges Schatten, die Traditionen unsers Landes feiern.“

So rufen es die Marktschreier und verkünden es die Anschläge an jedem verfügbaren Platz der Hafenstadt Miras-Quen, die euer Schiff nach einer sturmdurchtobter Nacht angesteuert hat, um die Schäden an Masten und Takelage zu ersetzen, Frischwasser und Vorräte aufzunehmen und der müden Mannschaft eine Erholungspause zu gönnen. Leider keine Seltenheit in diesen Gewässern in der Herbstzeit, wie euch der Kapitän versichert, der den Hafen gut kennt. Ein Blick an der Kaimauer zeigt verschiedene Schiffe unter aller Herren Flaggen und auch die Einheimischen mit der landestypischen Wappenzeichnung: Einer gekrönten halbabgelaufene Sanduhr, die in Eintracht links von einer lichten Engelsgestalt und rechts von einem stilisierten Sensenmann gehalten wird.

Das Leben an Land ist bunt und der Kapitän rät euch freundlich zum Landgang gegen die Langeweile, während die Schäden behoben werden. In Anbetracht der schieren Menge der beschädigten Boote, kann dies ein paar Tage dauern …